Die Kanarischen Inseln liegen westlich von Afrika im Atlantik. Fuerteventura liegt dem Festland am nächsten. Von hier sind es nur knapp 100 km bis zum afrikanischen Festland. Man merkt diese Nähe vor allem auf Lanzarote und Fuerteventura, wenn der Wind den Sand aus der Sahara über die Inseln weht. Das ist aber auch schon alles, was hier an Afrika erinnert. Die Inseln gehören zu Spanien und das merkt man nicht nur an der Sprache. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glauben, dass man sich irgendwo in Südeuropa befindet.
Normalerweise spricht man von sieben Inseln – Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro. Wenn man die kleinen Inseln La Graciosa, Lobos, Alegranza, Montaña Clara, Roque del Oeste und Roque del Este mitzählt, kommt man sogar auf 13 Inseln. Aber diese Inselchen sind für den Tourismus ohne Bedeutung. Nur auf La Graciosa gibt es eine kleine Ortschaft, wo man auch als Tourist ein paar Tage verbringen kann. Viel erleben kann man da aber nicht. Man kann vielleicht ein bisschen Wandern und wenn man wirklich einsame Strände sucht, ist man hier vielleicht richtig. Aber Sand und Einsamkeit sind so ziemlich das einzige, was La Graciosa zu bieten hat. Lobos eignet sich als Ziel für einen Tagesausflug von Fuerteventura aus. Die anderen Inseln sind Naturschutzgebiete und dürfen nicht betreten werden.
Außer La Gomera und El Hierro werden die Inseln von allen größeren Flughäfen Europas angeflogen. Um nach La Gomera oder El Hierro zu gelangen, reist man normalerweise über Teneriffa. Von dort kommt man mit der Fähre oder einem lokalen Flug ans Ziel. Um nach El Hierro zu gelangen, sollte man auch Linienflüge über Madrid in Betracht ziehen. Man spart sich dann auf Teneriffa den Transfer von einem Flughafen zum anderen und man braucht sich beim Umsteigen nicht um sein Gepäck kümmern. Man spart sich auch die Übernachtung auf Teneriffa, die man sonst entweder bei der An- oder der Abreise einplanen muss.